Datensicherung für Private bzw. SOHO

Datensicherung (englisch backup [ˈbækʌp]) bezeichnet das Kopieren von Daten in der Absicht, diese im Fall eines Datenverlustes zurückkopieren zu können.
(Auszug aus Wikipedia)

Nun, darüber wird in der Praxis oftmals erst nachgedacht, wenn es zu spät ist. Dabei ist die Einrichtung einer wunderbar funktionierenden Datensicherung nicht schwer, und danach läuft sie nach Zeitplan ohne Eingriff weiter.

Wohin sollte man die Dateien (und am besten auch das ganze System) eigentlich hinsichern?

Es bieten sich externe Festplatten (USB) als erstes an. Die fortlaufende Konsequenz bei der Datensicherung fehlt aber dann meist.

In meinen Augen führt der einfachste Weg über ein NAS-System (englisch Network Attached Storage). In nahezu jedem Haushalt / kleinem Betrieb werden alle PC’s mit dem Internet über einen Router verbunden. An diesem kann das NAS angeschlossen werden. Für Datenbereitstellung und Austausch zwischen mehreren PC’s ist das NAS genauso leicht verwendbar und man kann sich einen reinen File-Server heutzutage eigentlich sparen.

Welches NAS soll ich verwenden?

Für einfache Zwecke reichen bereits die günstigen Systeme wie Zyxel NSA325, Synology DS214 bzw. 215, oder mein Favorit QNAP TS-231 oder besser. Das NAS sollte auf jeden Fall mit 2 Festplatten im RAID1 Modus betrieben werden (Daten werden immer auf 2 Platten gespiegelt, wenn eine Platte Datenverlust hat, kann sie gegen eine neue getauscht werden und das RAID stellt die Spiegelung automatisch wieder her).

Installation:

Wenn die Festplatten eingebaut, an den Router mittels Patchkabel angeschlossen und das NAS gestartet ist, nach Betriebsanleitung ein RAID-1 konfigurieren. In den allermeisten NAS ist beim ersten Start mit 2 Platten die RAID-1 Konfiguration bereits Standard.

Allgemeine Freigaben (z.B. public) sind bereits eingerichtet. Somit kann das NAS im Windows Explorer gleich mal ausprobiert werden. Geben Sie einfach \\NASNAME\PUBLIC ein. Und schon haben Sie ein Netzlaufwerk zur Verfügung.

Legen Sie gleich einen Ordner wie z.B. MeinPC oder Sicherung_MeinPC an

Sie können auch gleich die Freigabe als Netzlaufwerk permanent verbinden: Einfach nur den Servernamen eingeben (z.B. \\LENNY ). Auf die gewünschte Freigabe mit rechts klicken und mit dem Netzwerk verbinden wählen.

Datensicherung einrichten:

Als Beispiel möchte ich hier Windows7 anführen. In der Systemsteuerung Sichern und Wiederherstellen aufrufen und Sicherung einrichten wählen.

Im ersten Fenster im rechten unteren Rand auf im Netzwerk speichern klicken und im folgenden Fenster die zuvor gewählte Adresse wiefolgt eingeben:

Sicherung1

Auf OK und im nächsten Fenster auf Weiter.

Sicherung2

Im Normalfall reicht Auswahl durch Windows (es wird die gesamte Systemplatte und alle Daten aller Benutzer als Standart gewäht, nicht aber weitere eingebaute Platten):

Sicherung3

Weiter im nächsten Fenster wird automatisch ein Zeitplan angegeben, akzeptieren oder ändern, Einstellungen speichern und fertig.

Sicherung4

Windows beginnt gleich den gesamten Rechner zu sichern.

Sicherung5

Und regelmäßig nach Zeitplan (1x wöchentlich, oder bei nicht-eingeschaltenem PC beim nächsten Einschalten) wird automatisch gesichert, ersichtlich in der Taskleiste rechts: Wartungsfahne mit Uhr:

Sicherung6

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